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Gedanken zur Monatslosung Mai 2022

Ich wünsche dir in jeder Hinsicht Wohlergehen und Gesundheit, so wie es deiner Seele wohl ergeht.

3. Johannes 2

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definierte Gesundheit 1948 wie folgt: "Gesundheit ist ein Zustand völligen psychischen, physischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen….“
Nach verschiedenen Umfragen schätzen die Deutschen Gesundheit als ihr höchstes Gut. Erst mit größerem Abstand folgen andere Themen wie Alterssicherung, Umwelt, Bildung u.s.w. Der 3. Brief des Johannes wurde ca. 90 Jahre nach Christi Geburt verfasst. Auch damals war den Menschen die eigene Gesundheit sehr wichtig. So war es durchaus üblich, Briefe mit dem Wunsch nach Gesundheit zu eröffnen. Bei Johannes handelt es sich hierbei sicher nicht um eine Floskel. Es ist aber nicht davon auszugehen, dass der Empfänger Gajus krank war oder dass es ihm nicht gut ging.

Wohlergehen ist nicht unbedingt mit Gesundheit gleichzusetzen. Man kann krank sein, sich aber - vor allem bei Abwesenheit von Symptomen gesund fühlen. Umgekehrt kann ein Patient sich krank fühlen, aber klinisch betrachtet vollkommen gesund sein. Es kommt entscheidend auf den Zustand der Seele an. Wenn es der Seele nicht gut geht, können auf lange Sicht Krankheiten die Folgen sein. Mit diesen Zusammenhängen befasst sich die Lehre von der Psychosomatik. Man hat erkannt, dass seelische Störungen körperliche Krankheiten zu Folge haben können. Der Mensch stellt einen dynamischen Organismus dar, dessen Befindlichkeit wechseln kann und mit Auslösern verbunden ist. Vollständiges Wohlergehen gibt es eher selten, es gibt immer Höhen und Tiefen. In der Medizin lautet ein Witz: "Es gibt keine gesunden Menschen, es gibt nur Menschen, die noch nicht ausreichend untersucht sind." Mit gesundheitlichen Problemen ist immer zu rechnen, aber wenn es dir insgesamt gut geht, kannst du sagen: "Ja, ich habe einen schönen Zustand des Wohlergehens".

Johannes freute sich über seinen Freund Gajus und wünschte ihm Wohlergehen und Gesundheit, so wie es ja auch seiner Seele gut geht. In Vers 3 und Vers 4 freut sich Johannes darüber, dass Gajus sein Leben ganz an der Wahrheit ausrichtet. Damit ist mehr als Aufrichtigkeit oder Wahrhaftigkeit gemeint. Jesus sagt in Johannes 14,6: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“. Die Wahrheit ist also Jesus Christus selbst. Die Freude über Gajus‘ Leben mit dem Auferstandenen ist zunächst einmal das Wichtigste für Johannes und steht daher direkt hinter den guten Wünschen. Wahrscheinlich war Gajus kein vollkommener Christ und hatte Fehler und Schwächen. Johannes hebt die guten Seiten des Freundes hervor und stellt diese in den Vordergrund. Das sollte auch in unserem Leben und Miteinander so sein. Zu aller erst sollten wir uns freuen, dass wir Jesus nachfolgen. Das ist es, worauf es letztlich ankommt. Wo es nicht perfekt läuft, sollten wir uns in Liebe und Aufrichtigkeit darüber austauschen.

Gajus als treuer Diener Gottes, war bekannt für seine Gastfreundlichkeit und Freigiebigkeit, auch gegenüber Fremden. Das geht aus den Versen 5-8 hervor. Der Mann hatte einen guten Ruf als liebender Diener seines Herrn Jesus Christus. Seine innere Haltung, bestimmt durch die Dankbarkeit gegenüber seinem Erlöser drückte sich in seinem Leben klar und deutlich aus. Das sollte auch bei uns so sein. Haben wir das nicht schon oft erlebt, dass die Geber von guten Gaben mindestens so reich gesegnet werden wie die beschenkten? Dass die Gastgeber durch die Anwesenheit von Gästen und das Gespräch mit ihnen ermutigt und gestärkt wurden? Gastfreundlichkeit, Zeit opfern für andere Christen, ein Gespür für das, was der andere gerade benötigt, kommt in der Hektik des Alltags leider oftmals zu kurz. Gastfreundschaft und Freigiebigkeit fördern das Wohlergehen der Seele. Ich schließe mich den Worten des Johannes an und wünsche euch von Herzen, dass es euch in allen Stücken gut geht und ihr gesund seid, und dass es euren Seelen wohl ergeht.

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