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Gedanken zur Monatslosung Juli 2024

Bild von einer Bibel

Du sollst dich nicht der Mehrheit anschließen, wenn sie im Unrecht ist.

2. Mose 23,2

Was ist Recht und Unrecht? Immer wieder müssen Richter zwischen Recht und Unrecht entscheiden. In unserer Demokratie entscheidet die Mehrheit über Gesetze, an denen sich die Richter für ihre Entscheidung orientieren. Damit haben wir eine gute Basis. Doch ist die Mehrheit immer im Recht?
Wenn z.B. die Mehrheit entscheidet, dass Morden keine Straftat ist, ist es dann gut und richtig? Das ist ein hoffentlich klares Beispiel, was alle mit Nein beantworten.

Ein anderes Beispiel: 9 von 10 Personen finden Mobbing super – die zehnte Person leidet aber darunter. Ist es dann gut und richtig? Würden wir uns auf die Seite der einen Person stellen? Oder haben wir Angst vor den Konsequenzen?

Pilatus hat das Volk über die Verurteilung von Jesus entscheiden lassen. In der Bibel steht nicht, dass es eine Stimmenauszählung gab, aber es wird wohl die Mehrheit gewesen sein. Ich bin überzeugt: Nur sehr wenige der Menschen, die sich für Jesu Kreuzigung ausgesprochen haben, haben Recht und Unrecht abgewogen. Sie haben sich nicht mit ihm beschäftigt, ihn angehört oder sein Handeln gesehen. Sie wurden einfach aufgehetzt.

Wenn wir uns das Leben leicht machen, könnten wir bei unseren Entscheidungen das Gleiche tun und einfach der tobenden Menge anschließen. Leider tun wir aber genau damit oft anderen Menschen Unrecht und würden das Gebot der Nächstenliebe vergessen.

Wichtig ist also, dass wir uns ein eigenes Bild machen. Wir müssen selbst entscheiden, auf welcher Seite wir stehen wollen. Doch wonach sollen wir dann gehen? Auf welchen Maßstab können wir uns verlassen? Wie sollen wir entscheiden, was gut und richtig ist?

Ohne Maßstab würden wir über kurz oder lang Entscheidungen treffen, die wir später bereuen. Die Bibel liefert nicht nur Gebote, sondern auch Vorbilder. Im speziellen könnten wir schauen, was Jesus in der Bibel tut und lehrt. Dort finden wir z.B. auch die die Geschichte der Ehebrecherin, die von einer tobenden Menge gesteinigt werden sollte. Hier spricht Jesus zu der Menge: Wer von Euch ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein (Joh 8,7).

Wir sind alle nicht schuldfrei – keiner ist besser als sein Gegenüber. Nicht einer ist Gerecht (Röm 3,10 ) – besonders vor Gott nicht. Und dennoch finden wir uns immer wieder bei der tobenden Menge.

Als Christen sind wir automatisch in einer Vorbildfunktion. Unsere Mitmenschen sollen uns an unserer Liebe untereinander erkennen (Joh 13, 34-35). Daher ist es wichtig, dass wir uns nicht rein von Emotionen leiten lassen. Emotionen reißen uns mit und würden uns dazu bringen, der tobenden Menge anzuschließen. 

Wir sollten uns bewusst machen: Letzen Endes stehen wir alle selbst vor Gott und müssen uns für unser Leben und unsere Entscheidungen verantworten. Wir würden dort alle scheitern, wenn Jesus nicht für uns ans Kreuz gegangen wäre. Allein durch dieses Geschenk der Gnade werden wir gerettet und dürfen zum Vater kommen.

Sollten wir dann nicht auch unseren Schuldnern gnädig gegenüberstehen? Haben unsere Schuldner nicht dieselbe Gnade verdient wie wir? Auch dazu hat Jesus ein Gleichnis erzählt: Das Gleichnis vom hartherzigen Schuldner (Mat 18,21-35).

Wie hartherzig sind wir gegenüber anderen – z.B. unseren Politikern?

Wir sind dazu berufen, Gottes Liebe weiterzugeben. Lasst uns Tag für Tag aufs Neue auch unseren Mitmenschen gegenüber gnädig sein und nie vergessen, dass nicht nur unser Gegenüber, sondern auch wir vor Gott nur durch Gnade bestehen können!

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