
Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der Herr, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.
5. Mose 26,11
In diesem Kapitel geht es darum, dass das Volk Israel sich an Gottes Eingreifen zugunsten Israels in der Vergangenheit erinnert. Aus Dankbarkeit sollen die ersten Früchte des Feldes vor dem Altar des Herrn gestellt werden. Jeder soll daran denken, dass Gott Wachstum und Gedeihen schenkt. Der Wohlstand des Volkes Israels ist abhängig vom Verhältnis zu seinem Gott. Ihm gebührt Ehre und Anbetung.
Die Familien in Israel sollen sich an den guten Gaben Gottes erfreuen. Hier ist nicht von stiller Dankbarkeit die Rede, vielmehr sollen Feste gefeiert werden. Auch die Leviten und die Ausländer sind eingeladen und sollen an der Party teilnehmen. Im weiteren Text lesen wir, dass sie von ihrem Überfluss abgeben sollen an Menschen, denen es nicht so gut geht.
Genauso wie es damals den Israeliten geboten wurde, sollen auch wir nicht vergessen, wo die guten Gaben herkommen, die uns jeden Tag erfreuen. Es ist nicht unser eigener Verdienst, dass wir genug zu Essen und zu Trinken haben. Wir sind darüber hinaus mit warmen Wohnungen und Kleidung beschenkt und mit vielen Dingen, die man nicht für Geld kaufen kann.
Wie sieht es in unseren Gemeinden aus? Erkennt man uns Christen an fröhlichen Gesichtern? Oder lassen wir uns von Sorgen, Krankheiten und anderen belastenden Dingen niederdrücken? Wir haben mehr, als wir zum Leben brauchen. Wir leben in Freiheit, und wir dürfen Jesus bei uns wissen, egal was auch kommen mag. Freuen wir uns über die vielen kleinen und großen Wohltaten, die der Herr uns schenkt und die wir genießen dürfen. Freude und Dankbarkeit sind eng verwandt.
Auch wir Christen bleiben nicht von persönlichen Katastrophen verschont. Die täglichen Nachrichten sind selten Auslöser von Jubel. So ist es verständlich, dass wir uns sorgen, trauern oder Gottes Wege nicht verstehen. Aber das darf uns nicht in die Verzweiflung treiben. Gerade in schwierigen Situationen ist uns Gott besonders nah. Davon berichtet Psalm 23 in Vers 4: „Und muss ich auch durchs finstere Tal – ich fürchte kein Unheil! Du, HERR, bist ja bei mir; du schützt mich und du führst mich, das macht mir Mut.“
In Phil. 4,4 ruft uns Paulus zu: „Freut euch zu jeder Zeit, dass ihr zum Herrn gehört. Und noch einmal will ich es sagen: Freut euch!“ Es geht weiter in Vers 5: „ Alle Menschen sollen eure Güte und Freundlichkeit erfahren. Der Herr kommt bald! Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft in jeder Lage zu Gott beten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm!“
Freude als Grundhaltung, Freude die von Innen kommt wirkt, sich positiv auf die Gesundheit aus. Lachen steckt an, doch ein freudloser, immer negativ denkender und nörgelnder Mensch wirkt abstoßend. Umgekehrt kann ein Lächeln Wunder bewirken. In der Vater-Kind-Freizeit bei Bauer Müller habe ich immer wieder erfahren, das Lachen ansteckend und wohltuend ist. Auch wenn wir es vielleicht nicht direkt wahrnehmen: Wir werden von anderen in unserer Umgebung beeinflusst, genau wie wir unsere Umgebung beeinflussen. Freundliche Menschen sind sympathisch. In unseren Familien und Gotteshäusern darf gelacht werden. Wir Christen haben allen Grund, dankbar zu Gott und fröhlich zu sein. Es ist wichtig, dass wir uns von den Dingen des Alltags nicht gefangen nehmen lassen. Führen wir uns die Liebe Gottes immer wieder vor Augen. Richten wir unseren Blick auf unseren Herrn und vertrauen wir ihm.
Bei einem Beratungsgespräch bekam ich von einem Nichtchristen folgende Empfehlung für eine Autowerkstatt: „Das sind Baptisten, die lügen nicht! Alles sehr freundliche Leute, da bekommen Sie Hilfe.“ Zeugnisse in dieser Art sollte jeder von uns bekommen.