
Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind.
Prediger 4,6 (L)
Wieviel brauchen wir um ein glückliches Leben zu führen? Wer definiert, was glücklich macht? Ein Beispiel für eine Antwort auf die Fragen bietet die Werbung. Sie ist inzwischen vor allem durch KI und Sozialen Medien sehr personenbezogen und sagt dir in jeder Lebenslage, was du gerade brauchst.
Das kann von einer leckeren Lindt-Schokolade oder Klopapier bis zu einem neuen Auto oder ein schönes Haus gehen. Wir folgen Empfehlungen auf Instagram & Co. Diese Inhalte bestärken und suggerieren uns: es fehlt etwas, wir haben einen Mangel von diesem und jenem. Sie erzählen uns eine Geschichte und sagen uns, was wir brauchen, wer wir sein sollten und was uns antreiben sollte. Im Hintergrund dieser Werbung geht es beispielsweise um ein Freiheitsgefühl, um Unabhängigkeit, Erfolg, Selbstverwirklichung und Sinnfindung. Aber der Schein trügt: Da wir inzwischen unser ganzes Leben über Soziale Medien mit Milliarden von Menschen teilen können, ist auch die Selbstinszenierung und Selbstoptimierung immer wichtiger geworden. Wir benutzen Filter, um uns selbst besser darzustellen. Das Internet ist die Bühne auf der wir zeigen können wie glücklich wir sind und was wir anderen empfehlen können, die uns dann nacheifern sollen - was uns dann wiederum Bestätigung bringt. Was treibt uns an? Wir kaufen, wir bauen, wir treiben Sport oder tragen Kleidung, damit Außenstehende ein bestimmtes Bild von uns bekommen. Wer wollen wir sein? Sind wir da auf dem richtigen Weg, wenn die Auswirkungen der Werbung und Selbstdarstellung mit immer wieder neuen Hypes zu Stress, Unruhe, fehlender Konzentration und Aufmerksamkeit, Egoismus, psychischen Erkrankungen und ironischerweise unglücklich sein und Unzufriedenheit führen kann?
In dem Buch Prediger des Alten Testamentes steht der aktuelle Monatsspruch. Hier werden die Weisheiten von König Salomo an die nächsten Generationen weitergegeben. Er beschreibt alles Tun und Schaffen letztendlich als sinnlos, da alles der Vergänglichkeit unterworfen ist. In der NLB-Übersetzung steht: „Ich meine allerdings, dass man besser dran ist, wenn man wenig hat, dieses aber in Ruhe genießen kann, als wenn man viel besitzt und sich sein Leben lang abmüht.“ Die Frage, was wir zum Leben brauchen, ist auch immer die Frage danach wie wir uns wahrnehmen und/oder wahrgenommen werden wollen und wie unsere Lebensziele aussehen. Diese Dinge sind variabel und je nach Lebenssituation austauchbar. Und wollen wir wirklich, dass andere uns z.B. über Soziale Medien erklären, was gut für uns ist? Wissen sie es denn überhaupt selbst für ihr Leben? „Wenn ein Blinder den anderen führt, fallen beide in die Grube“ – aus Lukas 6,39.
Wer kennt uns wirklich und weiß was gut für uns ist und stillt unsere Sehnsucht nach Liebe, nach genug sein, gibt unserer Seele Ruhe und Frieden? Die Bibel gibt da eine ganz klare Antwort: Der Gott, der alles geschaffen hat, kennt dich durch und durch. Er liebt dich bedingungslos. Und er möchte dich zurück holen, dich befreien von allem, was an dir zieht und zerrt, dich durcheinander bringt und dich nie zur Ruhe kommen lässt. Er definiert, was wir sind und wer wir sind. Wir sind seine geliebte Schöpfung, wir wurden als sein Ebenbild geschaffen. Unsere Perspektive verändert sich, wenn wir uns Gott wieder nähern. Sein Sohn gab sein Leben für uns, damit wir frei sein können. Gottes Ziel für unser Leben ist nicht Wohlstand und Erfolg im weltlichen Sinne. Wir werden auf dieser Erde nie wirklich glücklich sein in Seinem Sinne, weil wir für mehr geschaffen wurden. Das Ende dieses Lebens ist nicht das Ende, diese Welt ist nicht unser Zuhause. „Alles, was nicht ewig ist, ist in der Ewigkeit wertlos.“ – C.S. Lewis. Wenn wir uns nach Gott ausrichten, sehen wir die Dinge aus seiner Perspektive und wir müssen uns nicht mehr treiben lassen von dem, was auf uns einprasselt.
"Du bist, wer du bist, aus gutem Grund. Du bist Teil eines einzigartigen Plans. Du hast ein wertvolles, einmaliges Design.
Du bist Gottes ganz besonderer Mensch.
Dein Aussehen hat einen guten Grund. Unser Gott macht keine Fehler. Er hat dich geschaffen im Mutterleib.
Du bist genau so, wie er dich haben wollte.
Die Eltern, die du hattest, waren jene, die er wählte. Und auch, wenn du es nicht verstehst, sie waren passend,
um Gottes Plan für dich zu erfüllen, und sie tragen das Zeichen des Meisters.
Dein Schicksal, welches du erlitten hast, war nicht leicht. Und Gott hat Tränen über deine Schmerzen vergossen.
Aber er ließ es zu, um dein Herz zu formen, sodass du in seiner Ebenbildlichkeit wachsen konntest.
Du bist, wer du bist, aus gutem Grund. Du bist geschaffen von der Hand unseres Meisters.
Du bist, wer du bist, geliebt, denn es gibt einen Gott." (Russel Kelfer)